Wenn Sie die Headline dieses Artikels angeklickt haben, sind Sie mit dem Erfolg Ihrer Online-Kommunikation wahrscheinlich nicht zufrieden.

Sind Sie besorgt? Dieser Text soll Ihnen dabei helfen, Ihre Sorgen zu überwinden.

Aber ich warne Sie. Es erwartet sie ein Text, der Ihnen arrogant und anmaßend vorkommen mag und den Finger tief in die Wunde legt.

Sie werden denken, dass ich mir die Sache zu einfach mache. Aber meine Erfahrung und ich sind davon überzeugt, dass wir richtig liegen.

In meiner Arbeit als Berater für Online-Kommunikation treffe ich immer auf Menschen, denen etwas fehlt: Kommunikationserfolg.

 

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Viele von ihnen machen bereits einiges richtig. Aber am Ende bleibt meistens doch das aus, was sie sich wünschen:

  • Aufmerksamkeit
  • Image
  • Sales

Ich kürze ab: mehr Geld auf dem Konto.

Schnell drehen sich Gespräche dann um Conversion-Optimierung, Social-Media-Kampagnen, SEO, cleveres LinkedIn-Netzwerken und so weiter.

Kann man alles machen. Aber das löst oft gar nicht das Problem.

Was wirklich über den Erfolg Ihres Produkts entscheidet

Die Wahrheit ist: Wenn ihr Produkt erfolgreich sein soll, braucht es vor allem:

  1. Einen Markt, der Ihr Produkt haben möchte
  2. Einen Markt, der weiß, dass es Ihr Produkt gibt

Mit etwas mehr Prosa:

Einen Markt, der Ihr Produkt haben möchte.

Wenn Sie ein echtes Problem lösen, wird man ihr Produkt kaufen. Zeigen Sie es der Zielgruppe, erklären Sie, was es für sie tut und wenn es wirklich ein echtes Problem löst, wird ihre Zielgruppe es kaufen.

So einfach ist das.

Wenn ein Mensch in einer Gegend lebt, in der ständig seine Scheiben gefroren sind, zeigen Sie ihm eine Lösung, wie er ohne Chemie, eine teure Standheizung oder mühsames Kratzen innerhalb von 5 Sekunden und ohne Schmutz an den Fingern freie Sicht bekommt und er wird sie kaufen.

Punkt.

Sie haben Konkurrenz, sagen Sie? Dann arbeiten Sie eindeutig heraus, inwiefern Ihr Produkt besser ist oder/und sprechen Sie die Menschen an, die ihre Konkurrenz nicht anspricht oder ansprechen kann. 

 

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Einen Markt, der weiß, dass es Ihr Produkt gibt.

Jetzt komme ich zum Kern dieses Textes. Wenn niemand oder zu wenige Menschen wissen, dass Sie die bequemste und günstigste Methode zum Enteisen von Scheiben gefunden haben, wird auch niemand Ihr Kunde werden. Sie müssen deshalb:

  • den richtigen Menschen
  • die richtige Botschaft
  • dort überbringen, wo sie sind
  • und sie müssen das richtig oft tun

 

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Jetzt der Mindfuck:

Ob diese Botschaft auf Resonanz stößt, liegt eben nicht immer an der Social-Media-Kampagne, dem Help-Content-Artikel oder der Pressemitteilung. Viel öfter, als es sich allzu selbstbewusste Unternehmer eingestehen wollen, liegt es am Angebot selbst.

Gehen wir dennoch einmal davon aus, dass ihr Angebot Menschen hilft, ein Problem zu lösen:

  • Zu wenig Unterhaltung am Abend
  • Zu teurer Internetanschluss
  • Keine Getränke für die Party am selben Abend oder eben vereiste Scheiben bei maximalem Phlegma.

Nun müssen sie nur noch eins tun:

Hören Sie auf, zu diskutieren

Kommunikation braucht Content.

Ja, klar, wissen Sie schon. Wer nichts sagt, wird nicht gehört. Das ist nichts Neues für Sie.

Ich werde jetzt gemein und frage Sie:

  1. Wie viele Blogartikel, Videos und Podcast-Folgen haben Sie im letzten Monat produziert?
  2. Wie viele Inhalte haben Sie davon veröffentlicht und mit Herzblut unter den Menschen verteilt?
  3. In wie vielen Meetings haben Sie gesessen, um über die Produktion von Content und dessen Veröffentlichung und Vermarktung zu sprechen, ohne dass ein einziger Satz geschrieben, eine einzige Sekunde Video produziert oder ein einziger Satz für Audio-Content gesprochen wurde?
  4. In wie vielen Meetings haben Sie gesessen, um über Feinheiten zu sprechen, zu streiten oder zu diskutieren, bevor ein eigentlich bereits hervorragend geplantes und produziertes Stück Content die Augen, Ohren und Herzen Ihrer Zielgruppe erreichen durfte?

Ja sicher, Kundenprojekte gehen vor, werden Sie mit einem verlegenen Grinsen sagen. Aber wollen Sie nun wirksam kommunizieren, oder nicht?

Mal ehrlich: Warum sprechen Sie mit Ihrer Agentur oder den Kollegen aus der Marketing-Abteilung eine Stunde über die Farbe des Buttons in der Kontaktbox unter ihren Blog-Posts?

Wieso vergehen Stunden in Meetings, in denen verschiedene Stock-Photos für den Header der Website evaluiert werden, bei denen sich nur die Frisur der Protagonistin unterscheidet?

Warum entwickeln Sie Corporate-Wording-Konzepte, die den Klang Ihrer Marke festigen sollen, nur um im Zuge dessen die Produktion von Inhalten auf Monate zu lähmen?

Warum?

Wenn Sie so viele Details bemühen, um ihre Inhalte in die Welt zu setzen, gibt es aus meiner Erfahrung vier Möglichkeiten:

  1. Sie sind so erfolgreich, dass sie jetzt die letzten 0,5 Prozent aus ihrem Marketing quetschen wollen, weil der Markt beim besten Willen nicht mehr hergibt. In diesem Fall beglückwünsche und beneide ich Sie.
  2. Niemand will ihr Produkt, sie haben es nur noch nicht erkannt. Zurück ans Reißbrett. Sorgen Sie für Product-Market-Fit. Ryan Holiday schreibt in seinem Buch “Growth Hacker Marketing”, wie das funktioniert. Aber vergessen Sie nicht, diese Annahme im Vorfeld eindeutig zu verifizieren.
  3. Sie haben Angst davor, mit ihren Inhalten falsch zu liegen und sich lächerlich zu machen. Kommen Sie. Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet. Viel Feind, viel Ehr. Was wichtig ist, ist was Ihre Zielgruppe von Ihnen hält. Also: Klicken Sie auf “Veröffentlichen”. Es wird Ihnen nichts passieren.
  4. Sie dürfen nicht allein entscheiden. Deshalb holen Sie sich, wo Sie nur können, Rückhalt und Zweitmeinungen. Bitten Sie um die Befugnis, allein die Entscheidung über Inhalt und Veröffentlichung zu treffen. Und wenn Sie Head Of sind: sorgen Sie für Empowerment.

Am wichtigsten ist aber: Hören Sie auf, über unwichtige (Neben-)Details zu sprechen und investieren Sie die Energie in das, was Online-Kommunikation erst möglich macht: Ihren Content.

Das Geheimnis lautet: Kommen Sie ins Tun.

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Was Sie tun können, um wieder auf den rechten Pfad zu gelangen

Bleiben Sie beim Wesentlichen.

  1. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Inhalte, Ihre Kampagnen und Ihre Landingpages den Standards der Online-Kommunikation genügen. Das ist alles kein Hexenwerk. Millionen Blog-Posts, YouTube-Videos und Berater wie ich wissen, wie man sie umsetzt.
  2. Stellen Sie sicher, dass diese Maßnahmen einer Strategie folgen, die auf ein Ziel hinwirkt.

Ist das geregelt, fangen Sie an zu kommunizieren.

Schreiben Sie Blog-Posts. Kreieren Sie Social-Media-Kampagnen. Drehen Sie YouTube-Videos. Produzieren Sie Podcasts.

Machen ist wie wollen. Nur krasser.

Denn: Erfolg entsteht nur durch Machen, Erfahrung sammeln und Stück für Stück besser werden.

Wenn Ihr Produkt gut ist und der Markt es will, dann werden Sie Erfolg haben. Einfach, indem Sie den richtigen Menschen die richtige Botschaft am richtigen Ort vermitteln. Ach so: Und das auch noch richtig oft.

Los geht’s!

Epilog

Jetzt, da ich das alles heruntergeschrieben habe, müsste ich diesen Artikel sicher noch einmal ans Lektorat schicken und den Kollegen zur Prüfung vorlegen.

Vielleicht hat Sebastian aus unserer Content-Abteilung ja noch einen wichtigen Hinweis. Aber der ist ja gerade in Projekten. Ich schicke es ihm mal und warte auf seine Antwort … .

Oder ich drücke einfach auf „Veröffentlichen“.

Mein Tipp an Sie: Probieren Sie das unbedingt mal aus. Werden Sie aktiv. 

Sie haben Fragen? 

Schreiben Sie mir einfach. Am besten jetzt.

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